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Ratgeber · Betonmengen

Wie viel Beton brauche ich?

Platte, Streifen, Pfosten und Treppe: welche Formel gilt, warum ein Zuschlag dazugehört und wie aus Kubikmetern Säcke und Tonnen werden.

Foto von Mateusz Viola

Von Mateusz Viola

Redaktion und Rechenlogik

Hinweis: Alle Mengen sind Richtwerte zur Planung. Datenblatt, Statik und Betonwerk haben Vorrang; Bewehrung, Tragfähigkeit und Frosttiefe gehören zu Fachleuten.
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Die Formel hängt von der Form ab

Für alles Rechtwinklige gilt dieselbe Rechnung: Länge mal Breite mal Dicke, am besten alles in Metern. Das Ergebnis sind Kubikmeter. Eine Terrasse von 4 mal 3 Metern mit 15 Zentimetern Dicke ergibt 4 × 3 × 0,15 = 1,80 m³.

Bei den anderen Formen ändert sich nur, wie das Volumen zustande kommt. Die Tabelle zeigt die vier Fälle, die der Betonrechner unterscheidet.

FormRechnungBeispiel
PlatteLänge × Breite × Dicke4 m × 3 m × 15 cm = 1,80 m³
StreifenfundamentGesamtlänge × Breite × Höhe28 m × 40 cm × 80 cm = 8,96 m³
Punktfundament rundπ × Radius² × TiefeØ 30 cm × 80 cm = 0,057 m³
Treppe aus BlockstufenBreite × Auftritt × Steigung × (1 + 2 + … + n)1,2 m, 3 Stufen, 17 × 28 cm = 0,343 m³

Beim Streifenfundament ist die Länge nicht die Länge einer Seite, sondern die abgewickelte Gesamtlänge. Unter einer Mauer von 8 mal 6 Metern läuft das Fundament rundum, das sind 28 laufende Meter. Beim Punktfundament rechnen Sie den Kreis aus dem Durchmesser; bei sechs Zaunpfosten multiplizieren Sie das Ergebnis mit sechs.

Eine Treppe aus massiven Stufen, die bis zum Boden gefüllt sind, wird nach oben hin höher. Die erste Stufe ist eine Steigung hoch, die zweite zwei, die dritte drei. Deshalb zählt die Summe 1 + 2 + 3 = 6 Steigungshöhen. Eine bloße Hälfte des umschließenden Quaders wäre zu knapp, denn die Stufenkanten ragen über die Schräge hinaus.

Warum der Zuschlag dazugehört

Wer genau die gerechnete Menge bestellt, hat am Ende meist zu wenig. Die Gründe sind nüchtern: Der Untergrund ist nie ganz eben, jede Mulde im Aushub schluckt Beton, den keine Formel kennt. Beim Verdichten sackt die Masse zusammen. Und im Kübel, in der Schubkarre und an der Schaufel bleibt immer ein Rest.

Der Rechner schlägt deshalb einen Zuschlag auf das Volumen auf und bietet 0, 5, 10 und 15 Prozent zur Auswahl. Das sind Erfahrungswerte, keine Norm. Bei sauberer Schalung auf ebenem, festem Grund reichen die kleineren Werte. Auf grobem Kies, bei krummem Aushub oder weitem Transport mit der Schubkarre ist ein höherer Zuschlag die ehrlichere Wahl.

Im Beispiel: 1,80 m³ plus 10 Prozent sind 1,98 m³. Diese Zahl geben Sie beim Betonwerk an oder legen sie dem Einkauf der Säcke zugrunde.

Von Kubikmetern zu Säcken

Trockenbeton im Sack ergibt rund einen halben Liter Frischbeton je Kilogramm. Ein 40-Kilo-Sack liefert damit etwa 20 Liter, ein 25-Kilo-Sack etwa 12,5 Liter. Genau steht die Ergiebigkeit auf dem Sack; weicht sie ab, gilt der Sack. Im Rechner können Sie sie unter „Weitere Annahmen“ eintragen.

Für 1,98 m³ heißt das: 1.980 Liter geteilt durch 20 Liter sind genau 99 Säcke à 40 Kilogramm, oder aufgerundet 159 Säcke à 25 Kilogramm. Aufgerundet wird immer, ein halber Sack nützt nichts. Zusammen wiegen die 99 Säcke fast vier Tonnen, bevor Wasser dazukommt.

Hier hört die Rechnung auf, eine Rechnung zu sein, und wird eine Entscheidung: Ab welcher Menge sind Säcke noch sinnvoll und wann ist Transportbeton besser? Das klärt der Ratgeber Sackware oder Fahrmischer.

Das Gewicht des Frischbetons

Für frischen Normalbeton nennt das Zement-Merkblatt B 11 näherungsweise 2.350 Kilogramm je Kubikmeter. Der Rechner setzt mit 2.400 Kilogramm einen etwas höheren Planungswert an. Für die Bestellmenge von 1,98 m³ sind das 4.752 Kilogramm, also etwa 4,75 Tonnen. Die Zahl gilt für frischen Beton; leichte oder schwere Zuschläge verändern sie.

Das Gewicht ist mehr als eine Randnotiz. Es erklärt, warum Schalbretter gegen das Ausbeulen abgestützt werden müssen, warum eine Schubkarre mit Beton schnell an die Grenze dessen kommt, was sich über eine Rampe schieben lässt, und warum ein Lieferfahrzeug an der Grundstücksgrenze halten muss, wenn der Weg zum Bauplatz nicht trägt. Die Rohdichte lässt sich im Rechner anpassen. Ob der Beton nach dem Einbau vollständig verdichtet ist, lässt sich übrigens an der Frischbetonrohdichte prüfen, wie das Zement-Merkblatt B 4 beschreibt.

Das Beispiel in einem Blick

Für die Platte von 4 mal 3 Metern mit 15 Zentimetern Dicke und 10 Prozent Zuschlag liefert der Rechner diese Werte, die Sie mit dem Taschenrechner nachprüfen können:

  • Bauteilvolumen: 4 × 3 × 0,15 = 1,80 m³
  • Bestellmenge: 1,80 × 1,10 = 1,98 m³
  • Gewicht bei 2,4 t/m³: 1,98 × 2,4 = 4,752 t
  • Säcke: 99 à 40 kg oder 159 à 25 kg
  • Selbst gemischt: etwa 634 kg Zement, 3,8 t Kiessand und 317 l Wasser

Typische Fehler in der Mengenrechnung

  • Zentimeter und Meter vermischt. 15 cm sind 0,15 m. Der Rechner nimmt Dicke, Höhe und Tiefe deshalb in Zentimetern, Längen in Metern.
  • Fundamenttiefe vergessen. Bei Streifen und Pfosten zählt die ganze Tiefe im Boden, nicht nur der Teil, der später sichtbar ist.
  • Anzahl nicht mitgerechnet. Sechs Pfosten brauchen sechsmal die Menge eines Pfostens.
  • Bestehende Teile nicht abgezogen. Liegt ein altes Fundament im Aushub, mindert das den Bedarf. Der Rechner kennt nur das Bauteil, das Sie eingeben.

Wo diese Rechnung endet

Der Rechner liefert Mengen und keine Statik. Wie tief ein Fundament gegründet wird, ob es bewehrt werden muss, welche Festigkeitsklasse nötig ist und wie viel ein Boden trägt, entscheidet bei tragenden Bauteilen die Fachplanung. Auch die Frosttiefe hängt vom Standort ab; zuständig sind Statik und Bauamt, nicht eine Faustzahl.

Für Terrasse, Gartenmauer, Zaunpfosten und Wäschespinne ist die Mengenrechnung hier eine gute Grundlage. Für alles, worauf ein Gebäude steht, ist sie nur der erste Schritt vor der Planung.

Quellen

Den eigenen Bedarf rechnen Sie im Betonrechner aus. Wie wir rechnen, steht auf der Seite Methodik. Stand: 23. Oktober 2026.

Über den Autor

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Mateusz Viola

Redaktion und Rechenlogik

Mateusz Viola ist Betreiber von beton-rechner.de bei der AKARA Solutions GmbH und redaktionell verantwortlich. Er hat die Rechenlogik des Betonrechners umgesetzt, vom Bauteilvolumen über Zuschlag und Gewicht bis zu Säcken und Mischung, und prüft sie mit Rechenbeispielen von Hand nach. Er ist weder Bauingenieur noch Statiker. Die Ratgeber fassen allgemein zugängliche Angaben zusammen und ersetzen weder das Datenblatt des Herstellers noch die Statik oder die Beratung durch einen Fachbetrieb.

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